Allgäuer Kässpatzen

Kaum etwas macht die Seele so glücklich wie Nudeln und Käse :) Hier in ganz besonderer Form und mit langer Tradition. Nicht wegzudenken die abgerösteten Zwiebeln, die, je dunkler desto besser, die Kasspatzen so "Gschmackig" machen. In der Schweiz wird das ganze von Apfelmus begleitet. Natürlich scheiden sich die (Berg) Geister wer mit auf den Teller darf. Schon beim NAmen fängt es an. Sind es Käsespätzle, Chäschnöpfli, Käsknöpfle oder Kässpätzle/Kässpatzâ/Kässpatz? es gibt eine lange Bandbreite an Bezeichnungen. Doch was noch wichtiger ist, welcher Käse wird verwendet? Nahe liegt der gute Allgäuer Bergkäse und der darf natürlich im Allgäu nicht fehlen, ganz besonders würzig macht es der Appenzeller. Emmentaler steht auch hoch im Kurs, aber darf es der Allgäuer oder der Schweizer sein oder viellciht doch französischer Raclette Käse? In Tirol verwendens gern an Graukäs.Wichtig ist vor allem: WÜRZIG muss er sein!

Wie man merkt kommen die Spätzle, Knöpfle, schnöpfli und so weiter aus den verschiedensten REgionen.  dem Schwabenland, der Schweiz und Österreich, wobei Tirol noch extra erwähnt werden muss. 

Es gibt sogar festgelegte Wochentage an denen gegessen wird! bei den Schwaben ist es der Freitag, an dem die Käsespätzle mit Schweizer Käse verzehrt werden, traditionell in Begleitung von grünem Salat mit ordentlich Essig. Was in keiner Region fehlen darf, sind die in Butter abgeschmelzten Zwiebeln.Und bitte VIIIIEL davon.

Ob gepresst, geschabt, gedrückt, ob Knöpfle, ob Spätzle und welcher Kas, Käs oder chäs, Spätzle sen ebbes feins :)

 

Unsere Zutaten

 

400g Mehl (wers gesund mag Vollkornmehl)

5 Eier

100 ml Wasser

1 Prise Salz

100 g Appenzeller

100 g Emmentaler

100 g Limburger

3 Zwiebeln

30 g Butter

 

Für den Spätzleteig die Eier, das Wasser, eine kräftige Prise Salz in einer Schüssel Mischen und nach und nach das Mehl hinzugeben, damit ein zähflüssiger Teig entsteht. Auch hier gibts regionale Unterschiede, so schwören die Schwaben auf einen Holzkochlöffel, zum Schlagen des Teiges oder sogar traditionell mit der hand. Haben sich die Zutaten vermengt, wird er erstmal beiseite gestellt. Denn unser Soulfood braucht zeit und vor allem immer eine Prise liebe. Jetzt könnt ihr die zwiebeln in Ringe schneiden und anschliessend in kräftig Butter in einer Pfanne "abschmelzen", so dass sie schön braun werden. Den Bräune Grad könnt ihr selbst bestimmen. Zu schwarz sollte es nicht werden, da es sonst bitter wird, aber ein dunkles braun gibt dem Gericht tolle Röststoffe, die es später gut mit dem käse aufnehmen können.

Wenn die zwiebeln braun sind, mit einem guten Schuss Weisswein ablöschen und kurz einköcheln lassen, dann in der Pfanne lassen und ebenfalls beiseite stellen. 

JEtzt könnt ihr den käse reiben und anschliessend all Eure Aufmerksamkeit dem Spätzleteig widmen. Ihr könnt es Euch einfach machen mit einer "Spätzle Presse" oder wie wir den Teig von einem Brett flach mit einem Messer ins kochende Wasser  schaben. Um gar zu sein brauchen die Spätzle nur 2,3 Minuten. Die fertigen Spätzle warm halten. Wenn alle fertig sind, den Käse darauf verteilen und die Zwiebeln, die noch in Butter "schwimmen" sollten, denn die hilft die Spätzle und den Käse miteinander zu "verschmelzen". Jetzt gilt es nur noch den passenden Wein zu finden (Mama würde dazu sicher einen kräftigen Riesling empfehlen), Geniessen und die Seele Baumeln lassen :)